Unsere Leistungen
Diabetische Fußversorgung
Spezialisierte Versorgung für den diabetischen Fuß nach den Leitlinien der DDG – von der Risikoklassifizierung bis zum individuell gefertigten Schuh.
Spezialisiert nach DDG-Leitlinien
Wo andere Schuhe aufhören, fängt Prävention an.
Diabetes verändert den Fuß – oft schleichend und unbemerkt. Polyneuropathie nimmt das Schmerzempfinden, Durchblutungsstörungen verzögern die Heilung, und kleine Druckstellen können sich zu schweren Wunden entwickeln. Der diabetische Fuß ist eine der häufigsten Komplikationen, die zu Krankenhausaufenthalten und Amputationen führt. Dabei lässt sich das Risiko mit der richtigen Versorgung drastisch senken.
Wir haben uns auf genau diese Aufgabe spezialisiert und arbeiten nach den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Wir kennen die Risikoklassen und arbeiten eng mit Hausärzten, Diabetologen, Kliniken und Fußambulanzen zusammen – damit Diagnostik und Versorgung Hand in Hand gehen. Die Diagnostik stellt Ihr Arzt; wir beurteilen den Fuß und fertigen Schuhe und Einlagen, die nicht nur passen, sondern schützen.
Handwerk und medizinisches Fachwissen gehen bei der diabetischen Fußversorgung Hand in Hand.
Von der Diagnostik bis zur Nachsorge
Der Weg zur sicheren Versorgung
Erstberatung & Fußinspektion
Wir beginnen mit einer gründlichen Sichtprüfung Ihrer Füße. Wie steht es um die Haut, die Nägel, die Druckstellen? Im Gespräch klären wir Ihre Vorgeschichte, Ihren Diabetes-Typ und die bisherige Versorgung.
Beurteilung & Pedobarografie
Die medizinische Diagnostik stellt Ihr behandelnder Arzt. Wir beurteilen den Fuß handwerklich, dokumentieren den Status und ordnen ihn der ärztlich festgelegten Risikoklasse zu. Mit der Pedobarografie – einer dynamischen Druckverteilungsmessung an der Fußsohle – erfassen wir Spitzendrücke und Gangbild und entwickeln daraus den passenden Versorgungsplan.
Individuelle Versorgung
Ob Diabetes-Schutzschuh, adaptierter Schuh mit weichbettender Einlage oder orthopädischer Maßschuh – die Versorgung wird passgenau auf Ihre Risikoklasse und Fußform abgestimmt. In unserer Werkstatt fertigen wir alles selbst.
Regelmäßige Kontrolle
Der diabetische Fuß verändert sich. Wir prüfen den Zustand Ihrer Schuhe und Einlagen, kontrollieren neue Druckstellen und passen die Versorgung bei Bedarf an. Gemeinsam mit Ihrem Arzt behalten wir die Entwicklung im Blick.
Jeder Schuh, der einen diabetischen Fuß schützt, ist eine Amputation, die nicht stattfindet.
Ehrle Gesundheits Centrum Hegau – Meisterbetrieb seit 1924
Indikationen
Wann ist eine diabetische Fußversorgung notwendig?
Nicht jeder Diabetes-Patient braucht sofort einen Spezialschuh. Aber wenn eines der folgenden Risiken vorliegt, ist eine fachgerechte Versorgung entscheidend.
Polyneuropathie
Wenn das Schmerzempfinden nachlässt, werden Druckstellen und Verletzungen nicht mehr wahrgenommen – ein Schuh muss dann aktiv schützen.
Durchblutungsstörungen
pAVK und Mikrozirkulationsstörungen verzögern die Wundheilung. Druckfreie Bettung ist dann überlebenswichtig für das Gewebe.
Fußdeformitäten bei Diabetes
Hallux valgus, Krallenzehen oder Spreizfuß – in Kombination mit Diabetes steigt das Risiko für Druckgeschwüre erheblich.
Druckstellen & Ulcera
Bestehende oder abgeheilte Wunden am Fuß erfordern eine Versorgung, die Druck gezielt umverteilt und Rezidive verhindert.
Charcot-Fuß
Die diabetische Neuroosteoarthropathie verändert die Fußarchitektur grundlegend. Hier braucht es orthopädische Maßschuhe mit spezieller Bettung.
Nach Amputationen
Zehenamputationen oder Teilfußamputationen verändern die Biomechanik. Prothesen, Einlagen und Schuhe müssen das Gangbild stabilisieren.
Gut zu wissen
Risikoklassen nach DDG-Leitlinie
Die ärztliche Einstufung in eine Risikoklasse bestimmt die Regelversorgung. Wir orientieren uns dabei an der aktuellen Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß in der DDG (Stand 2024).
Vereinfachte Darstellung nach der Leitlinie „Schuhversorgung beim diabetischen Fußsyndrom" (DDG, Stand 21.02.2024). Untergruppen (IIa/b, VIIa–d) und Einzelfallregelungen besprechen wir individuell mit Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt.
Beratung zur diabetischen Fußversorgung
Bringen Sie Ihr Rezept mit oder lassen Sie sich unverbindlich beraten – wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation.